Nach zwei Minuten sah vieles nach der großen Überraschung aus, nach 90 Minuten hatte sich dann aber doch der Favorit durchgesetzt. Mit 4:2 schlägt die Reserve des SC Verl im Landesligaderby den FC Kaunitz – auch dank starker Schützenhilfe aus dem Regionalliga-Kader.

Denn nicht nur Daniel Hammel, der am Sonntag Nachmittag mit einem Hattrick binnen 14 Minuten auf sich aufmerksam machte, half der Reserve aus. Auch Keeper Luis Klante, Janik Steringer, Niklas Sewing, Jan Schöppner, Matthias Haeder, Anton Heinz und Fabian Brosowski zählen zum Kader des Verler Regionalliga-Teams. Den ersten Grund zum Jubeln hatten aber nicht die favorisierten Gäste, sondern der FC Kaunitz. Allen voran Felix Frosch, der nach Freistoß von Fabian Großeschallau vor der Torlinie abstaubte. Die Freude wehrte allerdings nicht lange. Niklas Sewing, Verls Linksverteidiger, dem Trainer Julian Hesse eine „unglaubliche Schusstechnik“ attestierte, glich per sehenswertem Freistoßtreffer aus. Die Kaunitzer steckten nicht auf, vergaben vor dem Tor der Gäste aber kläglich. Entweder sie agierten zu unentschlossen, standen im Abseits oder Verls Torwart Luis Klante parierte.
„Das sind drei hunderprozentige Torchancen, die wir liegenlassen. Dann geht das Spiel auch anders aus“, ärgerte sich Kaunitz’ Trainer Maik Uffelmann. Nach der anfänglichen Druckphase beider Mannschaften verflachte die Partie ab der 20. Minute, nur vereinzelt konnten sich beide Teams vor die gegnerischen Tore kombinieren.

„Wir haben dann in der Halbzeit besprochen, dass wir den Ball mehr zirkulieren lassen wollen“, so Verls Hesse. Und seine Mannen setzten die Anweisungen direkt in die Tat um. Allen voran Mittelfeldregisseur Matthias Haeder, der die Bälle auf die Außenbahnen oder Sturmtank Daniel Hammel verteilte. Gleicher eröffnete dann in der 53. Minute den Torreigen, legte in der 60. und 67. zum 1:3 und 1:4 nach.
Die Kaunitzer schienen geschlagen, bäumten erst in den letzten zehn Minuten noch einmal auf. Auf Votsmeiers 2:4 folgten Lattentreffer von Schulze und Hülsmeier. Am Ergebnis änderte sich aber nichts. Kaunitz startet mit einer Niederlage in die Saison. „Wir haben uns von dem Start mehr erhofft“, so Uffelmann: „In Puncto Umschaltbewegung und Effizienz war der Gegner heute einfach stärker.“
Viel Zeit zum Ärgern bleibe aber nicht, sagt Uffelmann: „Über 90 Minuten kannst du einen Haeder oder Hammel einfach nicht aus dem Spiel nehmen. Wir haben jetzt in den ersten drei Wochen fünf Spiele, am Donnerstag wieder im Pokal. Da bleibt nicht viel Zeit zum Trübsalblasen. Wir können das jetzt schnell wieder gut machen.“

 

Quelle:fupa.net